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Ratgeber

Der See von der Wasserseite: Boot, Boje, Baden, Angeln

Das Wasser vor einem Haus am Ufer des Ortasees gehört nicht dem Eigentümer: Es ist öffentliches Gut. Eine Boje oder ein Steg wird in Konzession vergeben, gegen Gebühr und für höchstens neun Jahre, und wer das Haus kauft, bekommt sie nicht automatisch vom Verkäufer. Für Bootsfahrer gilt eine regionale Verordnung, die eigens für diesen See geschrieben wurde und in mehreren Punkten strenger ist als die staatlichen Regeln. Hier stehen die Regeln, die Gebühren 2026 und der Zustand der 15 offiziellen Badestellen.

· 22 Quellen · 18 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Die Wasserfläche ist öffentliches Gut und wird von der Convenzione Lago d'Orta verwaltet, federführend ist die Gemeinde Pella. Boje und Steg gibt es nur in Konzession, für höchstens neun Jahre, Ablauf immer am 31. Dezember; die Konzession geht nicht von selbst auf den Käufer des Hauses über.
  • Die Gebühr 2026 für eine Boje beträgt 197,68 € im Jahr für ein Boot bis 6 Meter, 263,68 € von 6 bis 8 Metern und 461,23 € darüber; eine Verankerung an Land kostet 39,55 € mehr. Am Ortasee gilt der regionale Grundtarif ohne Aufschlag.
  • Bis 100 Meter vom Ufer fahren nur Segel-, Ruder- und Tretboote und Angler; Motorboote queren den Streifen senkrecht zum Ufer mit höchstens 7 km/h. Weiter draußen gelten 20 Knoten am Tag und 4 in der Nacht; Kitesurfen und Parasailing sind verboten, Jetskis dürfen nur in zwei Zeitfenstern fahren.
  • Gebadet wird an 15 offiziellen Badestellen: Die Saison 2026 begann mit 11 Stellen in der Klasse ausgezeichnet, 2 gut und 2 ausreichend (in Omegna), und keine der 75 Proben aus 2026 lag über den Grenzwerten.
  • Zum Angeln braucht man die regionale Lizenz: 35 € für 365 Tage (Typ B) oder, für ausländische Staatsangehörige, 14 € für drei Monate (Typ D). Nach den Seeregeln, die seit dem 8. Juni 2026 gelten, dürfen Hecht, Agone, Pigo und Marmorataforelle bis zum 31. Dezember 2026 nicht entnommen werden.

Wem das Wasser vor dem Haus gehört

Nach dem regionalen Gesetz über die Binnenschifffahrt hat der Ortasee acht Ufergemeinden: Omegna, Pella, San Maurizio d'Opaglio, Gozzano, Orta San Giulio, Miasino, Nonio und Pettenasco1. Der See gehört zum öffentlichen Gewässergut der Binnenschifffahrt, und die regionale Verordnung rechnet dazu auch die privaten Flächen, die entlang der Ufer unter Wasser liegen2. Die Nutzung dieses Guts ist laut Gesetz «entgeltlich und befristet»: Sie braucht eine befristete Genehmigung oder eine Konzession1.

Zuständig sind die Gemeinden, auch im Verbund. Am Ortasee ist das die Convenzione Lago d'Orta – Demanio idrico lacuale, federführend die Gemeinde Pella, von der Region als gemeinsame Verwaltung anerkannt3. Anträge gehen von ihrem Büro an das regionale technische Amt in Novara und Verbania, das die wasserbauliche Unbedenklichkeit erteilt4. Was wo erlaubt ist, legt der «Piano disciplinante l'uso del demanio del lago d'Orta» fest, den Pella 2011 für die Convenzione beschlossen und 2012 ergänzt hat5.

Zwei Folgen für Hausbesitzer am Ufer. Auch mit einer exklusiven Konzession darf der Inhaber «den öffentlichen Zugang zur Uferlinie niemals verhindern»2. Und die regionalen Regeln geben dem Eigentümer des Hauses gegenüber keinen Vorrang: Bei konkurrierenden Anträgen mit gleichwertigem Projekt kommen öffentliche Stellen und gemeinnützige Vereine zuerst, und wenn mehrere dieselbe Nutzung beantragen, entscheidet ein Wettbewerb über die technischen und finanziellen Bedingungen2.

Boje und Steg: wie man sie bekommt und was sie kosten

Der Antrag geht an die zuständige Behörde, also das Büro der Convenzione, mit Beschreibung der Nutzung und Plänen der Fläche; er hängt 15 Tage an der Amtstafel der Gemeinde, und binnen 30 Tagen nach der Veröffentlichung kann jeder Einspruch erheben oder einen konkurrierenden Antrag stellen2. Vor der Erteilung zahlt man die Bearbeitungskosten in der Höhe, die Gemeinden oder Verbund festlegen1. Dann gelten diese Regeln2:

  • für Bojen und Stege dauert die Konzession höchstens neun Jahre und endet immer am 31. Dezember;
  • die Gebühr wird im Voraus bis zum 28. Februar jedes Jahres gezahlt; in den dreißig Tagen danach mit 3 % Zuschlag, und wer die Jahresgebühr bis zum 31. Dezember nicht zahlt, verliert die Konzession;
  • die Verlängerung ist spätestens 180 Tage vor Ablauf zu beantragen;
  • die Kaution entspricht bei tarifierten Posten einer Jahresgebühr und sichert die Pflichten und die Wiederherstellung des Ortes;
  • Unterkonzessionen sind verboten.

Die Gebühr legt die Region jedes Jahr fest, angepasst an den ISTAT-Index: +1,5 % für 20263. Der Beschluss stellt klar, dass die Sicherheiten die Gemeinde oder der Verbund bei der Erteilung festlegt3. Die Grundtarife 2026, die am Ortasee unverändert gelten:

WasJahresgebühr 2026Einheit und Mindestbetrag je Konzession
Boje für ein Boot bis 6 m197,68 €je Boje
Boje für ein Boot von 6 bis 8 m263,68 €je Boje
Boje für ein Boot über 8 m461,23 €je Boje
Verankerung der Boje an Land, wo nötig39,55 €je Verankerung
Fester Steg45,52 €je m², mindestens 350,00 €
Beweglicher Steg32,96 €je m², mindestens 250,00 €
Schwimmsteg, Floß39,55 €je m², mindestens 300,00 €
Liegeplatz in öffentlichen Häfen oder Anlagen39,55 €je m², mindestens 180,00 €
Quelle: Region Piemont, Beschluss der Regionalregierung (D.G.R.) vom 10. Dezember 2025, Nr. 15-1949, Anlage 1 (Grundtarif 2026). Gelesen am 31. Oktober 2026.

Zwei Beispiele zu den Tarifen 2026. Ein 5,5-Meter-Boot an einer Boje mit Verankerung an Land zahlt 197,68 € + 39,55 € = 237,23 € im Jahr; beträgt die Kaution eine Jahresgebühr, wird im ersten Jahr derselbe Betrag noch einmal als Sicherheit hinterlegt. Auf neun Jahre sind das 2.135,07 € zu Preisen von 2026, mit der ISTAT-Anpassung etwas mehr. Ein Steg von 2 × 6 Metern, also 12 m², kostet 546,24 € im Jahr als fester Steg, 474,60 € als Schwimmsteg, 395,52 € als beweglicher Steg. Nicht enthalten: Bearbeitungskosten, die Boje mit ihrem Ankerstein und die Versicherung des Boots.

Zum Vergleich: Am Lago Maggiore verlangen Baveno, Verbania und Stresa 30 % mehr, dieselbe Boje für ein Boot bis 6 Meter kostet dort 256,98 €3.

Wo. Der Plan für das Seegut erlaubt Bojen außerhalb der «gesperrten Bereiche» auf seiner Karte, sofern sie die Kurse der Linienschiffe, das Baden und die Durchfahrt nicht behindern5. Derselbe Plan zählte 2011–2012 die Liegeplätze in Konzession an öffentlichen Stegen: 180 in Omegna, in drei Häfen, 82 in Pella, 20 in Orta San Giulio (Ortello) und 15 in Pettenasco (Punta di Crabbia)5. Das sind die Zahlen von damals: die heutigen erfragt man beim Büro der Convenzione.

Ohne Titel. An Liegepunkten ohne Konzession wird nicht festgemacht, ebenso wenig an den gelben Bojen, die die Zonen des Sees markieren6. Wer das öffentliche Gut ohne Konzession nutzt, zahlt 200 bis 2.000 € Bußgeld; wer die Wasserfläche ohne die Genehmigung belegt, die für Bojen und Anlagen mit Einfluss auf die Schifffahrt nötig ist, 500 bis 5.000 €1.

Wenn das Haus, das Sie kaufen, «eine Boje hat». Die Konzession ist persönlich: Sie geht nur auf einen anderen über, wenn keine konkurrierenden Anträge vorliegen, mit einem neuen Titel der Behörde und mit dem ursprünglichen Ablaufdatum; Erben treten ein, wenn sie es binnen sechs Monaten beantragen2. Lassen Sie sich vor der Beurkundung vom Verkäufer die Konzession, ihr Ablaufdatum und die Zahlungsbelege zeigen, und fragen Sie beim Büro der Convenzione, ob eine Übertragung möglich ist. In einer Anzeige beschreiben «Boje» oder «Steg» eine Konzession, keinen Teil des Eigentums.

Führerschein, Registrierung, Versicherung

Nach staatlichem Recht braucht man auf Binnengewässern einen Bootsführerschein, wenn der Motor einen bestimmten Hubraum überschreitet (zum Beispiel 1.000 cm³ bei einem Viertakt-Außenborder, 750 cm³ bei einem Zweitakter mit Vergaser) oder eine Leistung von 30 kW, also 40,8 PS; für Jetskis immer8. Unter diesen Schwellen fährt man ohne Führerschein: ab 18 Jahren ein Boot, ab 16 ein kleines Wasserfahrzeug (natante), ab 14 ein Segelboot mit mehr als 4 m² Segelfläche oder ein Ruderboot mehr als eine Meile vom Ufer8.

Am Ortasee ist die Regel strenger: Wer Wasserskiläufer oder Reifen zieht, braucht den Führerschein, egal wie stark der Motor ist6.

Ein natante, also ein Ruderboot oder ein Boot bis 10 Meter Länge, und ein Jetski werden nicht in das staatliche Register der Sportboote eingetragen und haben keine Fahrlizenz9. Eine Haftpflichtversicherung ist für jedes Motorboot Pflicht, auch für abnehmbare Außenborder jeder Leistung; nicht für Boote ohne Motor10.

Ob und wie ein im Ausland erworbener Bootsführerschein in Italien gilt, haben wir nicht geprüft: Fragen Sie nach, bevor Sie ein Boot über den Schwellen ins Wasser lassen.

Wo man badet

Der See hat 15 offizielle Badestellen in 7 Gemeinden; in den europäischen Daten sind es sechzehn Punkte, weil Prarolo und Porto di Lagna getrennt zählen1112. Jede Stelle hat eine Klasse, berechnet aus den Proben von vier Saisons14. So begann die Saison 2026:

BadestelleGemeindeKlasse 2026Klasse 2024 (EU)
LidoGozzano (NO)ausgezeichnetausgezeichnet
MiamiOrta San Giulio (NO)ausgezeichnetausgezeichnet
OrtelloOrta San Giulio (NO)ausgezeichnetausgezeichnet
Villa MottaOrta San Giulio (NO)ausgezeichnetgut
BagneraOrta San Giulio (NO)ausgezeichnetgut
RialaccioPella (NO)ausgezeichnetgut
Verde LagoPettenasco (NO)gutausgezeichnet
Camp. AllegroPettenasco (NO)ausgezeichnetausgezeichnet
Punta di CrabbiaPettenasco (NO)ausgezeichnetausgezeichnet
PascoloSan Maurizio d'Opaglio (NO)ausgezeichnetausgezeichnet
Prarolo – Porto di LagnaSan Maurizio d'Opaglio (NO)ausgezeichnetausgezeichnet
ImbarcaderoNonio (VB)ausgezeichnetausgezeichnet
Spiaggia pubblica BagnellaOmegna (VB)ausreichendausreichend
Spiaggia lido centro sportivoOmegna (VB)ausreichendausreichend
Area attuale sede CanottieriOmegna (VB)gutgut
Quellen: Italienisches Gesundheitsministerium, Portale Acque, Klasse, mit der jede Stelle die Saison 2026 begann (gelesen am 31. Oktober 2026); Europäische Umweltagentur, Saison 2024, wo Prarolo und Porto di Lagna zwei Punkte sind, beide ausgezeichnet (gelesen am 25. Oktober 2026).

Die Saison 2026 lief vom 15. Mai bis zum 30. September11. An jeder Stelle wurden fünf Proben genommen, die letzte am 2. September, und keine der 75 Proben lag über den Grenzwerten11. Die beiden Stellen der Klasse ausreichend liegen beide in Omegna.

Baderegeln. Weiter als 100 Meter vom Ufer schwimmt man nur mit Begleitboot und roter Badekappe6. Nicht gebadet wird in Häfen und weniger als 50 Meter von ihren Einfahrten, an öffentlichen Stegen und an denen der Linienschiffe; von den Linienstegen springt man nicht6. Die für Badende reservierten Flächen reichen höchstens 150 Meter vom Ufer, sind mit gelben Bojen von mindestens 40 cm markiert, und kein Wasserfahrzeug darf hinein, auch kein Kajak und kein Brett13. Wo es keine Badeaufsicht gibt, stellt die Gemeinde ein Schild auf, auch auf Englisch, Französisch und Deutsch, das vor dem Baden ohne Rettungsdienst warnt13.

Zwei verschiedene Saisons. Die Saison der Gesundheitskontrollen legt die Region fest: 15. Mai bis 30. September 2025 und 20261411. Die Saison nach dem Schifffahrtsgesetz, die Badeaufsicht und reservierte Flächen regelt, läuft vom 15. Juni bis zum 15. September, und die Gemeinden können sie um bis zu 45 Tage vorziehen oder um bis zu 30 Tage verlängern1.

Der Zustand des Sees: vom toten See zu «gut»

Jahrzehntelang war der Ortasee ein Lehrbuchfall. Ab 1926–27 leitete eine Fabrik für Bemberg-Kunstseide, hergestellt im Kupferoxid-Ammoniak-Verfahren, Kupfer und Ammoniak in den See; ab den 1960er-Jahren kamen die Metalle von Galvanikbetrieben hinzu: Kupfer, Chrom, Nickel, Zink1718. Der pH-Wert fiel auf 3,9 bis 4,4, und bis 1989 war der Ortasee der größte versauerte Tiefsee der Welt17; ARPA beschreibt ihn als einen über sechzig Jahre «toten» See16.

1982 wurden die Ammoniumeinträge drastisch gesenkt, die Versauerung blieb17. Das Gegenmittel war das Liming, vorgeschlagen vom CNR-Institut in Pallanza: Zwischen Mai 1989 und Juni 1990 wurden rund 14.800 Tonnen Kalksteinmehl in den See gegeben1716. Seit Anfang 1991 ist der gesamte Wasserkörper neutralisiert, und 1999–2000 lag der pH-Wert wieder bei natürlichen 6,7 bis 6,917. In den obersten zehn Zentimetern des Seegrunds liegen noch etwa 900 Tonnen Kupfer und ebenso viel Chrom18; 2014 beschrieb das CNR eine fast vollständige Erholung von der Versauerung und einen nährstoffarmen See mit weniger als 10 Mikrogramm Gesamtphosphor je Liter19.

Heute. Für 2020–2022 hat ARPA Piemonte den ökologischen Zustand des Ortasees mit «gut» bewertet, als einen von nur zwei Seen im Piemont in dieser Klasse; der chemische Zustand ist «nicht gut», weil der Jahresmittelwert von PFOS die Qualitätsnorm überschreitet, ein Stoff, nach dem in Seen erst seit 2020 gesucht wird15. Der Bericht veröffentlicht keine Konzentrationen, und im Juli 2026 war die Bewertung für 2023–2025 noch nicht erschienen16. Den Vergleich mit dem Lago Maggiore finden Sie im Ratgeber Orta oder Lago Maggiore?.

Angeln vom Ufer oder vom Boot

Im Piemont angelt man mit der regionalen Lizenz oder einer befristeten Erlaubnis20. Für Hobbyangler ist es die Lizenz Typ B: 35 €, also 12 € Gebühr und 23 € Zuschlag, gültig 365 Tage ab Zahlung; die Quittung ist die Lizenz2120. Die Lizenz Typ D ist ausländischen Staatsangehörigen vorbehalten und kostet 14 € für drei Monate21. Bezahlt wird über PagoPA, mit dem Dienst «Licenza di pesca» auf Sistemapiemonte; Italiener mit Wohnsitz im Ausland wählen als Provinz «EE – Stato estero»21. Beim Angeln braucht man die Quittung und einen Ausweis21.

Lizenzen anderer italienischer Regionen gelten auch hier; befreit sind italienische Staatsbürger unter 14 Jahren und Menschen mit Behinderung nach dem Gesetz 104 von 19922021. Wer ohne Lizenz angelt, zahlt 50 bis 300 €20.

Ein Beispiel: Ein Eigentümer mit ausländischer Staatsangehörigkeit, der im Frühjahr und im Sommer angelt, zahlt mit zwei D-Lizenzen 28 €; ob er stattdessen die B-Lizenz nehmen kann, 35 € für ein ganzes Jahr, sagt die Seite der Region nicht.

Die Seeregeln, gemeinsam von den Provinzen Novara und Verbano-Cusio-Ossola erlassen, gelten seit dem 8. Juni 202622. Berufsfischerei ist nicht erlaubt, die exklusiven Fischereirechte liegen beim Provinzgut oder bei Anglervereinen22. Vom Boot angelt man mit der Tirlindana, der traditionellen Schleppangel: ein Gerät je Angler, zwei je Boot und insgesamt acht Köder, mit einer gut sichtbaren weißen Kugel von mindestens 30 cm als Signal; nicht nachts, und vom 1. Februar bis 31. August nicht näher als 50 Meter am Ufer22. Mit der Rute zwei Geräte mit höchstens fünf Haken22. Echolot und Live-Sonar sind beim Angeln von Booten, Kanus, Kajaks oder Belly-Boats verboten22.

ArtMindestmaßSchonzeitPro Tag
Flussbarsch18 cm15. März – 31. Mai10 Stück
Renke (coregone)40 cm15. Dezember – 15. Januar3 Stück (höchstens 50 im Jahr)
Bachforelle40 cmvom ersten Sonntag im Oktober bis zum letzten Sonntag im Februar6 Forellen insgesamt, höchstens 2 Marmorataforellen
Marmorataforelle40 cmvom ersten Sonntag im Oktober bis zum letzten Sonntag im Februardarf bis 31.12.2026 nicht entnommen werden
Hecht60 cm1. Februar – 31. Märzdarf bis 31.12.2026 nicht entnommen werden
Agone (Finte)20 cm15. Mai – 15. Junidarf bis 31.12.2026 nicht entnommen werden
Pigo20 cm1. – 30. Aprildarf bis 31.12.2026 nicht entnommen werden
Aal—Fang verboten bis zu einem regionalen Plan—
Katzenwels, Wels——darf nicht zurückgesetzt werden
Quelle: Provinzen Novara und VCO, «Disposizioni per la pesca del Lago d'Orta», Übersichtstabelle (gültig seit 8. Juni 2026). Gelesen am 31. Oktober 2026.

Bei fast allen Arten der Tabelle zählt der Fang zur Höchstmenge von 5 kg pro Tag22. In der Provinz Novara startet die elektronische Fangkarte per App am 1. Januar 2027; bis dahin angelt man dort ohne, während im Verbano-Cusio-Ossola die Papierkarte des Inhabers des Exklusivrechts gilt22. Von den Stegen der Linienschiffe wird nicht geangelt6.

Kajak, SUP und Ruderboote

Ruder- und Tretboote sind, mit Segelbooten und Anglern, die einzigen Wasserfahrzeuge, die in den 100 Metern vor dem Ufer fahren dürfen6. Kanus, Gigs, Sandolini und Tretboote fahren bei ruhigem See und gutem Wetter hinaus, mit nicht mehr Personen, als der Hersteller zulässt; verboten sind sie auf dem Kurs der Linienschiffe, im Umkreis von 200 Metern um deren Anlegestellen, in Häfen außer zum Erreichen des Liegeplatzes und in Bereichen für andere Tätigkeiten6. Eine Kopie der Verordnung brauchen sie nicht an Bord6, und in die Flächen für Badende fahren sie nicht13.

Nach staatlichem Recht dürfen Kanus, Kajaks und Bretter ohne CE-Kennzeichnung bis eine Meile vom Ufer fahren9; wer weiter als eine Meile hinausrudert, muss 14 Jahre alt sein8.

SUP nennt die Seeverordnung nicht: Sie spricht von Windsurfbrettern und von Ruder- oder Tretbooten. Eine piemontesische Regel, die auf Kajak oder SUP eine Schwimmweste vorschreibt, haben wir nicht gefunden; weit vom Ufer bleibt sie trotzdem vernünftig.

Was das Wasser für das Haus wert ist

Ein Haus am Ortasee ist auch das wert, was man vom Wasser aus tun kann. Boje oder Steg sind aber eine Konzession mit Inhaber und Ablaufdatum: Für Käufer zählen die Urkunde, die verbleibenden Jahre, die bezahlten Gebühren und ob eine Übertragung möglich ist; für Verkäufer heißt es, mit diesen Unterlagen in Ordnung genau sagen zu können, was auf den Käufer übergeht und zu welchen Bedingungen.

Sie besitzen ein Haus am See mit Boje oder Steg und denken daran, es zu vermieten oder zu verkaufen? Der Ratgeber Ferienvermietung am See erklärt die Regeln der Vermietung; das Werkzeug Vom Preis zum Nettoerlös zeigt, was ein Verkauf übrig lässt; wenn Sie unsere Einschätzung zu Ihrem Haus möchten, stellen Sie es uns vor.

Was wir noch nicht wissen

Was wir noch nicht in einer verlässlichen Quelle gelesen haben, steht hier, statt als sicher durchzugehen.

  • Welche Anordnungen der Gemeinden, strenger als die regionale Verordnung, heute in Kraft sind, Gemeinde für Gemeinde, etwa zu Jetskis oder zum Baden.
  • Ob die Aussetzung der Schifffahrt zwischen Ronco und Oira, angeordnet ab 5. März 2024 «bis zum Ende der Warnung», noch gilt.
  • Wie man heute bei der Convenzione eine einzelne Boje beantragt: Formulare, Fristen, Bearbeitungskosten in Euro, die tatsächlich verlangte Kaution, Wartelisten und Vergabekriterien.
  • Wie viele Liegeplätze es heute an den öffentlichen Stegen der einzelnen Gemeinden gibt und was sie kosten, und wo die für Bojen gesperrten Bereiche auf der Karte des Plans liegen.
  • Ob eine Gemeinde am See die Einsetzgebühr erhebt, die das Regionalgesetz erlaubt, und ob es Regeln für freies Ankern gibt.
  • Ob und wie ausländische Bootsführerscheine in Italien gelten; ob ein in Italien wohnender Ausländer mit der Lizenz B oder D angelt.
  • Die PFOS-Konzentrationen im See und die ARPA-Bewertung für 2023–2025.
  • Die Gebühren für das Seegut und die Daten der Badesaison 2027.

Fragen

Darf ich vor meinem Haus am Ortasee eine Boje setzen?

Nur mit einer Konzession der Convenzione Lago d'Orta (federführend die Gemeinde Pella), gegen Gebühr und für höchstens neun Jahre. Der Eigentümer des Hauses gegenüber hat keinen gesetzlichen Vorrang, und die Boje des Verkäufers geht nicht automatisch auf den Käufer über.

Was kostet eine Boje am Ortasee?

Die Gebühr 2026 beträgt 197,68 € im Jahr für ein Boot bis 6 m, 263,68 € von 6 bis 8 m und 461,23 € darüber, dazu 39,55 € für eine Verankerung an Land; fällig bis zum 28. Februar. Bearbeitungskosten, Kaution und die Boje selbst kommen hinzu.

Brauche ich für ein Motorboot auf dem See einen Führerschein?

Ja, wenn der Motor mehr als 30 kW (40,8 PS) hat oder über den gesetzlichen Hubraumgrenzen liegt, und für Jetskis immer. Am Ortasee braucht man ihn in jedem Fall, um Wasserskiläufer oder Reifen zu ziehen.

Kann man im Ortasee baden?

Ja, an den 15 offiziellen Badestellen: Die Saison 2026 begann mit 11 ausgezeichneten, 2 guten und 2 ausreichenden Stellen, und keine der 75 Proben aus 2026 lag über den Grenzwerten. Weiter als 100 m vom Ufer braucht man Begleitboot und rote Badekappe.

Welche Lizenz brauche ich zum Angeln im Ortasee?

Die regionale Lizenz des Piemont: Typ B, 35 € für 365 Tage, oder Typ D für ausländische Staatsangehörige, 14 € für drei Monate. Auf dem See gelten zusätzlich die Regeln der Provinzen, in Kraft seit 8. Juni 2026.

Kajak und SUP: Gibt es Regeln?

Hinaus bei ruhigem See, abseits vom Kurs der Linienschiffe und mindestens 200 m von ihren Anlegestellen, nie in Flächen für Badende. Die Seeverordnung nennt SUP nicht.

Quellen

  1. Consiglio regionale del Piemonte, Arianna: L.R. 17 gennaio 2008, n. 2, navigazione interna e demanio idrico, testo vigente (artt. 6, 8, 11, 12, 18, 26, 27; Allegato A) · gelesen am 31. Oktober 2026
  2. Consiglio regionale del Piemonte, Arianna: Regolamento regionale 28 luglio 2009, n. 13/R, uso del demanio idrico della navigazione interna, testo vigente (artt. 3, 11, 15, 18, 22, 26–29) · gelesen am 31. Oktober 2026
  3. Regione Piemonte, BUR n. 51/2025: D.G.R. 10 dicembre 2025, n. 15-1949, tariffe unitarie del demanio idrico della navigazione interna per l'anno 2026 (Allegati 1 e 3) · gelesen am 31. Oktober 2026
  4. Regione Piemonte, BUR n. 41/2026: D.D. 6 ottobre 2026, n. 1938, nulla osta idraulico per un'opera sul lago d'Orta a Pella (domanda tramite l'Ufficio Convenzione Lago d'Orta) · gelesen am 25. Oktober 2026
  5. Convenzione Lago d'Orta / Comune di Pella: «Piano disciplinante l'uso del demanio del Lago d'Orta», relazione descrittiva e D.G.C. n. 65 del 2 agosto 2012 (archivio pubblicato dalla Regione) · gelesen am 25. Oktober 2026
  6. Regione Piemonte, BUR n. 25/2009: D.P.G.R. 22 giugno 2009, n. 6/R, «Disposizioni e prescrizioni per la navigazione sulle acque del Lago d'Orta» · gelesen am 31. Oktober 2026
  7. Comune di Pella, Ufficio unico demanio lacuale: «Avviso ai naviganti» (determinazione n. 56 del 5 marzo 2024, frana fra Ronco e Oira), pagina aggiornata al 15 gennaio 2026 · gelesen am 31. Oktober 2026
  8. Normattiva: D.Lgs. 18 luglio 2005, n. 171, Codice della nautica da diporto, art. 39 (patente nautica), testo vigente · gelesen am 31. Oktober 2026
  9. Normattiva: D.Lgs. 18 luglio 2005, n. 171, art. 27 (natanti e moto d'acqua) e art. 3 (definizioni), testo vigente · gelesen am 25. Oktober 2026
  10. Normattiva: D.Lgs. 7 settembre 2005, n. 209, Codice delle assicurazioni private, art. 123 (unità da diporto), testo vigente · gelesen am 25. Oktober 2026
  11. Ministero della Salute, Portale Acque: le quindici aree di balneazione del lago d'Orta (classe, date 2026, analisi) · gelesen am 31. Oktober 2026
  12. European Environment Agency: Bathing water quality, servizio ArcGIS BathingWater_Dyna_WM_2025 (classi 2022–2025 per punto) · gelesen am 25. Oktober 2026
  13. Consiglio regionale del Piemonte, Arianna: Regolamento regionale 28 luglio 2009, n. 10/R, disciplina dell'attività balneare sui laghi, testo vigente (artt. 2–5, 9) · gelesen am 31. Oktober 2026
  14. Regione Piemonte, BUR n. 16/2025: D.D. 10 aprile 2025, n. 203, zone utilizzabili e non utilizzabili ai fini balneari per l'anno 2025 · gelesen am 25. Oktober 2026
  15. ARPA Piemonte: «Stato di qualità dei laghi in Piemonte», rapporto sul triennio 2020–2022, dicembre 2023 · gelesen am 25. Oktober 2026
  16. ARPA Piemonte, Dipartimento Piemonte Nord-Est: «Da 30 anni al fianco dell'ambiente: i laghi», presentazione, Novara, 2 luglio 2026 · gelesen am 25. Oktober 2026
  17. Calderoni A., Tartari G.A. (CNR Istituto Italiano di Idrobiologia, Pallanza): «Evolution of the water chemistry of Lake Orta after liming», Journal of Limnology 60 (Suppl. 1), 2001 · gelesen am 25. Oktober 2026
  18. Baudo R., Beltrami M. (CNR Istituto Italiano di Idrobiologia, Pallanza): «Chemical composition of Lake Orta sediments», Journal of Limnology 60(2), 2001 · gelesen am 25. Oktober 2026
  19. Rogora M. (CNR ISE): «An update of Lake Orta chemical status 25 years after liming», 2014 (scheda IRIS) · gelesen am 25. Oktober 2026 · nur in Zusammenfassung gelesen
  20. Consiglio regionale del Piemonte, Arianna: L.R. 29 dicembre 2006, n. 37, gestione della fauna acquatica e pesca, testo vigente (artt. 18, 19, 26, 27) · gelesen am 25. Oktober 2026
  21. Regione Piemonte: scheda «Licenza di pesca» (tipi A, B e D, importi dal 1° luglio 2020, pagamento PagoPA) · gelesen am 31. Oktober 2026
  22. Province di Novara e del Verbano-Cusio-Ossola: «Disposizioni per la pesca del Lago d'Orta», in vigore dall'8 giugno 2026 (PDF dalla pagina «Regolamenti caccia e pesca» della Provincia di Novara) · gelesen am 31. Oktober 2026

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